Das COLOUREM® Verfahren

COLOUREM® ist ein neurofunktional aufgebautes, systemisches Coachingkonzept, das zum Ziel hat, eigene Potenziale zu heben und neue Handlungsspielräume zu generieren, indem hemmende Emotionsblockaden abgebaut und bisher unaufgelöste emotionale Konflikte zum Wohle der persönlichen Entwicklung integriert und aufgelöst werden. COLOUREM® wurde von Dr. Kerstin Liesenfeld entwickelt.

Es eignet sich besonders gut dazu, die eigene Gehirnfunktionsweise kennen- und nutzen zu lernen und persönliche, selbstkompatible Ziele zu bilden. COLOUREM® unterstützt dabei, ein subjektives Gefühl für Machbarkeiten bei der Zielerreichung zu entwickeln und adäquate Rückschlüsse aus Niederlagen bzw. negativen Gefühlen zu ziehen. Daneben eröffnet die Methode die Möglichkeit, die individuelle Selbststeuerung zu trainieren und damit einen flexiblen Wechsel von Gemütszuständen selbstständig herzustellen und diesen situationsangemessen zu nutzen.

Schemabild Hirn

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Handlungsplanung

Bewusstes Denken, Planen, Analysieren und Entwickeln von Handlungsschritten, Kontrolle über Absichtsgedächtnis (IG).

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Zielbildung mit Ergebnisverwertung

Kreative Problemlösung, Ideenfindung, Verarbeitung des Ergebnisfeedbacks, Steuern, Koordinieren und Handeln aus dem Überblick (EG).

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Ergebniskontrolle

Detailorientiertes Wahrnehmen, Analysieren und Zuordnen des Handlungsergebnisses, Misserfolgsanalyse (OES).

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Ausführung

Handlungsausführung, intuitive Programme, Routinen, spontane Umsetzung (IVS).

Die wingwave® Methode

wingwave ist eine Coaching Methode, die dazu dient, Stress, Blockaden oder emotionale Hürden abzubauen. Konfliktstabilität und Mentalfitness werden gesteigert.

Ziel ist, Stressreaktionen und negative Gefühle zu reduzieren, Leistungen zu verbessern und darüber persönliche oder berufliche Ziele besser zu erreichen.

Zunächst wird die Stress auslösende Situation und danach das Ziel erarbeitet. Dann werden über eine bilaterale Stimulation, oft über Augenbewegungen „wache“ REM Phasen (Rapid Eye Movement) nachgebildet, welche wir Menschen sonst nur im Traum haben. Diese dienen im Schlaf dazu, unsere täglichen Erlebnisse zu verarbeiten. Wir benötigen für die Verarbeitung beide Gehirnhälften. Mit Hilfe der Augenbewegungen aktivieren wir diese und können somit Blockaden oder negative Emotionen lösen.

Um den Ursprung des Stresses zu lokalisieren, bedient man sich des Myostatiktests (Muskeltest), der Feedback über das Erlebnis oder Verhaltensmuster gibt, welches die Ursache für das unerwünschte Verhalten in der Gegenwart ist.

Die Lösung ist im Kopf

Als einziger Teil des Gehirns ist er nicht immer damit beschäftigt, Sinneseindrücke zu verarbeiten. Solange in unserem Geist nichts besonders Wichtiges geschieht, ist der präfrontale Hirnlappen weitgehend deaktiviert. Wenn aber etwas Ungewöhnliches passiert, oder ungewöhnliche Gedanken verfolgt werden, erwacht der präfrontale Hirnlappen und dann wird das Bewusstsein glasklar. Die Frontallappen sind über zahlreiche 2 Weg Nervenbahnen (Feedbackschleifen) mit fast allen anderen kortikalen Bereichen und auch mit dem limbischen System verbunden.

Informationen müssen in den Frontallappen fließen, damit wir sie bewusst wahrnehmen können, zu viel „Input“ bzw. zu viel energiegeladene Emotionen können aber auch zur kurzzeitigen Überladung des frontalen Hirnlappens führen. Das bedeutet, dass eine plötzliche Emotionsflut das Denken behindern oder sogar verhindern kann (diesen Effekt kennen viele aus Prüfungssituationen). Stress oder Terror kann alle klaren Gedanken im Gehirn auf bestimmte Zeit löschen.

Das Bewusstsein geht, wie wir heute wissen (und messen können), aus dem Neokortex hervor. Doch es wird vom gesamten Gehirn unterstützt und beeinflusst. Hirnstamm (das sog. Reptiliengehirn) und das limbische System mit Thalamus, Amygdala und Hippocampus sind von entscheidender Bedeutung, weil sie am Gesamtsystem teilhaben, das die bewusste Aufmerksamkeit kontrolliert und dirigiert, indem es Neurotransmitter zu den verschiedenen Teilen des Kortex wie auch zu allen anderen Nervenzellen des Körpers schicken.

Das Steuerventil der Emotionen – Präfrontaler Hirnlappen

Während die Amygdala (Mandelkerne) eine ängstliche, impulsive Reaktion einleiten, denkt ein anderer Teil des emotionalen Gehirns über eine passende, korrigierende Reaktion (auf das Geschehen) nach.

Der Schalter, der die Aufwallungen der Amygdala dämpft, liegt am anderen Ende einer wichtigen Nervenbahn des Neokortex, in den Präfrontallappen, direkt hinter der Stirn. Der präfrontale Kortex ist immer dann verstärkt aktiv, wenn jemand ängstlich oder wütend ist, und diese Emotionen erfolgreich unterdrückt bzw. zügelt, um dadurch effektiv auf die vorhandene Situation zu reagieren, bzw. um eine Situation neu zu bewerten.

Dieses Hirnareal ist bei ausreichender Aktivierung (das heißt: bei hohen Minus Gleichspannungspotentialen) der emotionale Manager einer Person, es bringt eine analytischere oder angemessenere Reaktion in unsere emotionalen Impulse und Reaktionen hinein, indem es die Amygdala und die anderen limbischen Bereiche dämpft. Beim Menschen verlaufen die stärksten neuronalen Verbindungen zwischen Neokortex und Mandelkerne zum linken Präfrontallappen und zum Temporallappen (der Temporallappen ist u.a. auch wichtig für das Erkennen eines Objekts).

Im Idealfall beherrscht der präfrontale Hirnlappen unsere Emotionen von Anfang an. Vom Thalamus geht die stärkste sensorische Information zum Neokortex, der das Wahrgenommene aufnimmt, zuordnet und deutet.

Die aufbereiteten Informationen und unsere körperlichen Reaktionen werden dann vom präfrontalen Hirnlappen gedeutet und zu zielsicheren Handlungen (auch solche emotionaler Art) verarbeitet. Wird eine Emotion ausgelöst, stellt der präfrontale Hirnlappen sogleich eine Analyse aller erdenklichen Reaktionen auf und entscheidet sich für die geeignetste.

Dieser Ablauf, der eine normale an die jeweilige Situation angepasste emotionale Reaktion erlaubt, ist der Normalfall, der nur von emotionalen Krisen durchbrochen wird.

Wenn Probleme entstehen

Neueste Forschungen haben bestätigt, dass eine der wichtigsten Aufgaben des linken Frontallappens darin besteht, als neutraler Schalter unangenehme Emotionen abzuschalten oder gegebenenfalls zu dämpfen. Wenn der linke, präfrontale Hirnlappen durch Unfall oder durch einen operativen Eingriff außer Funktion gesetzt wird, neigen Menschen wie auch Tiere bei kleinsten Reizen zu besonders heftigen Wutanfällen. Befindet sich die Hirnschädigung aber im rechten Präfrontallappen, bleiben Menschen und Tiere ruhig.

Es zeigte sich, dass im rechten Neokortex negative Emotionen wie Angst, Wut und Aggression gefördert werden, während der linke Neokortex die primitiven Emotionen weitgehend neutralisiert. Untersuchungen an Patienten mit Schädigung (z.B. Schlaganfall) des linken Präfrontallappen zeigten, dass diese Personengruppe zu Sorgen und Ängsten neigte. War hingegen der rechte Präfrontallappen beschädigt, so waren die Betroffenen unangemessen fröhlich und voller Hoffnung für die Zukunft.

von Prof. Mag. Dr. Franz Alberich Pesendorfer